Ein Seetangwald vor Anacapa Island, Channel Islands National Park, Kalifornien, USA
© Ian Shive/Tandem Stills + Motio
Ein Gleichgewicht in Bewegung. Welttag des Naturschutzes
Am 28. Juli lenkt der Welttag des Naturschutzes die Aufmerksamkeit auf Lebensräume, die oft verborgen bleiben. Dazu gehören die Seetangwälder vor Anacapa Island im Channel Islands National Park in Kalifornien. Die Region wird wegen ihrer außergewöhnlichen Artenvielfalt häufig als „Galápagos Nordamerikas“ bezeichnet. Riesentang kann hier über 30 Meter lang werden und unter günstigen Bedingungen täglich bis zu 60 Zentimeter wachsen. Seine dichten Bestände reichen von der Wasseroberfläche bis zum Meeresboden und schaffen einen Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen.
Zwischen den schwingenden Tangblättern finden Fische Schutz, während Seelöwen durch die natürlichen Gänge gleiten und Seeigel den Meeresgrund besiedeln. Gleichzeitig erfüllen diese Unterwasserwälder wichtige ökologische Aufgaben. Sie binden Kohlenstoff, verbessern die Wasserqualität und tragen zur Stabilisierung von Küstenbereichen bei. Doch steigende Meerestemperaturen, die Versauerung der Ozeane und veränderte Strömungen setzen diesem empfindlichen Ökosystem zu. Ihr Schutz hilft daher nicht nur einzelnen Arten, sondern bewahrt das Gleichgewicht ganzer Küstenlandschaften.
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