Traubenhyazinthen und Tulpen im Keukenhof, Lisse, Niederlande
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Tulpen im Rampenlicht. Keukenhof, Lisse, Niederlande
Tulpen stehen heute für Frühling und Farbenpracht, doch ihre Geschichte begann mit einem außergewöhnlichen Finanzphänomen. Im 17. Jahrhundert löste die Begeisterung für seltene Zwiebeln in den Niederlanden eine beispiellose Spekulationswelle aus. Besonders gefragt waren außergewöhnliche Farben und gestreifte Muster, deren Entstehung kaum vorhersehbar war. Zeitweise wurden für einzelne Tulpen Summen gezahlt, die dem Wert eines Hauses entsprachen. Auch nachdem die sogenannte Tulpenmanie endete, blieb die Faszination für die Blume ungebrochen.
Ein Ort, an dem sich diese lange Beziehung bis heute zeigt, ist der Keukenhof bei Lisse, der auf dem heutigen Bild zu sehen ist. Seit seiner Eröffnung im Jahr 1950 dient der Park als Schaufenster niederländischer Blumenzucht und zieht jedes Frühjahr Besucher aus aller Welt an. Jährlich werden hier rund sieben Millionen Blumenzwiebeln neu gesetzt, darunter etwa 800 Tulpensorten, ergänzt durch Hyazinthen und Narzissen. Die Faszination für Tulpen reicht dabei weit über die Niederlande hinaus: Auch in Deutschland prägen Felder im Alten Land oder am Niederrhein längst das Bild des Frühlings.
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